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Ist Hypnose Schlaf? Der Unterschied einfach erklärt.

  • Autorenbild: Bodo Ernst
    Bodo Ernst
  • 9. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 10. Aug.

Nein. Auch wenn du in einer Hypnose das Wort Schlaf hörst – das ist eine Suggestion an dein Unterbewusstsein, sich so schlafähnlich wie möglich zu entspannen.



Bodo Ernst, Hypnotiseur, steht mit verschränkten Armen lächelnd vor grünem Waldhintergrund

In einer Hypnosesitzung bekommst du jederzeit alles mit. Du bist nicht „weg", und niemand könnte jemals etwas mit dir machen, was du nicht willst. Springt also jemand wie ein Hühnchen über die Bühne (Showhypnose), dann nur, weil er das möchte – manchmal reicht es schon, wenn er einfach etwas Verrücktes erleben will und noch nicht genau weiß, was das sein wird. Du kannst während einer Hypnose, wenn du das willst, jederzeit einen tiefen Atemzug nehmen, die Augen öffnen und gehen.


Was ist nun also dieser Zustand, den wir alle so gerne verstehen möchten? Zunächst ist interessant: Hypnose ist kein Zustand, sondern ein Prozess.


Der Zustand ist lediglich eine tiefe körperliche Entspannung. Wir nennen sie Trance. Diese Trance ist nicht die Hypnose – wir nutzen sie als Verstärker, um Gedanken, Zweifel, Schutzmechanismen und Weiteres für einen Moment leiser werden zu lassen und so an der Wurzel, im Unterbewusstsein, eine Veränderung bewirken zu können.


„Leiser werden" heißt dabei nicht, dass diese Schutzmechanismen verschwinden. Es tritt nur der innere Türsteher zur Seite, der sonst neue Impulse prüft und blockiert – dadurch wird der Zugang zu dem frei, woran wir eigentlich arbeiten wollen.


Diese Trance kennst du, ob es dir bewusst ist oder nicht – du erlebst sie täglich. Wenn du zum Beispiel mit dem Auto fährst, plötzlich hochschreckst und dich fragst, wer eigentlich die letzten drei Kilometer gefahren ist. Was ist da passiert? Zwei Dinge: Du warst wahrscheinlich ziemlich entspannt. Und du warst extrem auf einen Gedanken fokussiert, der alles andere in den Hintergrund rücken ließ.


Und genau das ist die Grundlage einer erfolgreichen Hypnose: starke körperliche Entspannung und geistige Fokussierung.


Während du in einen tranceähnlichen Zustand geführt wirst, verblassen Gedanken. Sie verlieren an Gewicht. Dein Bewusstsein – und vor allem das, was dich sonst von einer Weiterentwicklung abhält – tritt für einen Moment zur Seite und macht den Zugang zum Unterbewusstsein frei. Alles, was nun nicht gebraucht wird, tritt in den Hintergrund und verliert an Bedeutung, während deine Aufmerksamkeit mehr und mehr auf die Stimme des Hypnotiseurs und die Bilder geht, die er in dir entstehen lässt. Dein Blick geht immer mehr nach innen.


Wie gesagt, bekommst du alles mit. Je nachdem, wie gut du dich auf den Prozess einlassen kannst und wie gut du in diesem Moment entspannen kannst, kann es dennoch sein, dass du nach der Sitzung das Gefühl hast, komplett weggewesen zu sein. Egal ob es so passiert oder nicht: Ich bekomme immer wieder Feedback von Kunden, in dem sie beschreiben, dass sie während der Hypnose jedes Wort mitbekommen bzw. gehört haben. Und auch wenn mehrere den Inhalt nachher nicht mehr genau wiedergeben könnten, macht das eins klar:


Hypnose ist kein Schlaf! Denn im Schlaf kannst du – hoffentlich – keine Stimmen hören :-).

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